GEALAN stemmt sich gegen schwachen Automarkt
Einweihungsfeier - Neubau 2008
Oberkotzauer Vorzeigeunternehmen eröffnet
neun Millionen Euro teure Produktion für Kunststoffteile.
Von Dieter Weigel, Frankenpost
Die Firma GEALAN Formteile hat am Freitag
ihre neue Produktionsanlage in Oberkotzau bei Hof eröffnet.
Insgesamt neun
Millionen Euro hat sie in den Neubau samt Anlagen und Maschinenpark investiert.
Das Unter-
nehmen sorgt an diesem Tag für eine der wenigen positiven Wirtschaftsnachrichten.
Außen herum tobt un-
vermindert die internationale Finanzkrise.
Auch GEALAN Formteile werden nicht von den
Turbulenzen an den globalen Märkten ausgeklammert bleiben,
räumt GEALAN
-Geschäftsführer Thomas Fickenscher ein. Etwa 60 Prozent ihres Umsatzes
von zuletzt 41 Mil-
lionen Euro setzt die Firma im automobilen Bereich um.
Und wenn BMW im Monatsvergleich ein Minus von
15 Prozent meldet, „trifft
uns das auch“, sagt Fickenscher. Aber Jammern helfe nicht. Stattdessen
gehe
GEALAN optimistisch in die Zukunft, „indem wir für die Aufträge kämpfen“.
Und Fickenscher zeigt sich über-
zeugt, dass es gelingt. „Unsere begeisterungsfähige
Mannschaft schafft die Voraussetzungen dafür.“
Die 340 Mitarbeiter spielen auch für Emilia
Müller eine zentrale Rolle, wenn sie die Eröffnung mit höchst loben-
den
Worten begleitet. „Der Erfolg in der Produktion beruht auf der Innovationskraft
der Mitarbeiter“, sagt die bay-
erische Wirtschaftsministerin vor etwa 500
Gästen – neben den GEALAN -Beschäftigten Vertreter aus Politik
und Wirtschaft.
„Reden Sie Ihre Region gut“. Die Ministerin
sagt das, was nach Floskel klingt, aber ganz einfach hilfreich ist.
Sie
betont die „vielen Potenziale“, die Oberfranken zu bieten hat. Die günstigen
Lebensbedingungen und Kosten-
strukturen, zum Beispiel.
Bis zum Freitagmittag sind Elektriker und
Reinigungskräfte beschäftigt, damit die Eröffnung pünktlich beginnen
kann.
Thomas Fickenscher dankt den am Bau beteiligten Firmen. Er hebt die Kooperationsbereitschaft
der
benachbarten Senf- und Konservenfabrik Jackstädt hervor, von der GEALAN
für die Erweiterung Teile einer
Immobilie gekauft hat.
Uwe Fickenscher, der Architekt, sagt, neben
einem modernen Energiekonzept und der Erweiterbarkeit
des Gebäudes sei
vor allem darauf geachtet worden, dass sich die Mitarbeiter an ihren neuen
Arbeitsplätzen
wohlfühlen. Genau 71 beteiligte Firmen mit 500 Mitarbeitern
– ohne Zulieferer – zählt der Architekt zusammen.
Dazu 350 Tonnen verbauten
Stahl plus 250 Tonnen Betonstahl.
„Oberkotzauer hängen die Ungarn ab.“ Damit
zitiert der Hofer Landrat Bernd Hering die Frankenpost
vom 11. Oktober
2007. Er erinnert damit daran, dass es bei GEALAN durchaus Erwägungen gegeben
habe,
Teile der Produktion in die Nähe eines Großkunden nach Ungarn zu
verlagern.
Der Oberkotzauer Bürgermeister Stefan Breuer
unterstreicht, dass der Name Fickenscher seit 1921 für Geschick
und wirtschaftlichen
Erfolg steht. Und weil Trommeln auch für GEALAN zum Geschäft gehört, gibt
das Percussion-
Ensemble der Musikschule der Hofer Symphoniker ein paar
beeindruckende Kostenproben seines Könnens.


Mehr Impressionen finden Sie in der Bildergalerie:
http://www.gealan.com/Bildergalerie/Einweihungsfeier-Neubau-2008-/
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