Unternehmen, die Mut machen -
GEALAN brüllt mit den Löwen
(Frankenpost)
Neben den Gewinnern wurden in den drei Kategorien,
in denen der Mittelstandslöwe vergeben wird,
je zwei weitere Unternehmen
als Nächstplatzierte ausgezeichnet.
Dies waren: KaGo und Hammer-
schmidt,
Wunsiedel, und Pro-Belting International, Schauenstein (für „Produkt-Innovation“);
Tansfer/Interim Zeitarbeit, Hof,
und Fritsche Accessoires, Helmbrechts
(für „Start-Up“);
Gealan Formteile, Oberkotzau, und BD Sensors, Thierstein
(für „Lebenswerk“).
Mittelstandslöwe | Die Initiative von Frankenpost und Sparkassen ehrt hochfränkische
Betriebe
mit begehrter
Porzellan-Trophäe für herausragende Leistungen.
Die Jury ist vom innovativen Potenzial
der Region begeistert.
Von Rainer
Maier
Hof – Es war ein Abend der Mutmacher, dieser
Donnerstag am Theresienstein. Nicht nur, weil bei
der
Verleihung des Mittelstandslöwen
die Festredner den wirtschaft-
lichen Aufschwung wortreich
beschworen.
Auch,
weil im Saal zehn Unternehmer saßen, die gezeigt haben, dass es geht.
Insgesamt hatten sich im vierten Wettbewerbsjahr
41 hochfränkische Betriebe für die
Auszeichnung
empfohlen. Und alle Teilnehmer
hätten die begehrte Trophäe,
mit der herausragende unternehmerische
Leistungen
gewürdigt werden, verdient gehabt,
wie der Hofer Sparkassen-Vorstand Michael
Maurer
am Schluss zusammenfasste.
Doch wie immer gab es nur drei Gewinner
der mit je 5000 Euro dotierten
Preise.
Preise in drei Kategorien
Der Mittelstandslöwe „Produkt-Innovation“
ging an die Hofer Symphoniker gGmbH, in der Kategorie „Start-Up“
wurde
IME-DC aus Oberkotzau ausgezeichnet,
mit dem „Lebenswerk“-Löwen wurde
die Heinrich Leupoldt KG
aus Weißenstadt gewürdigt. Der zusätzlich ausgelobte,
mit 3500 Euro dotierte Frankenpost-Leserpreis
wurde
dem „Schmankerl-Hotel und -Restaurant Bauer“ in Tröstau verliehen.
Der Moderator des Abends, Frankenpost-Redaktionsdirektor
Werner Mergner, sagte, als Mitglied der Jury
habe er „von Stunde zu Stunde
mehr gestaunt“ über
das enorme innovative Potenzial der Region: „Es ist
begeisternd, was hier geleistet wird.“
Der Vizepräsident des bayerischen Sparkassenverbandes,
Rudolf Faltermeier, würdigte den beeindruckenden
Unternehmer-Wettbewerb
als „Symbol für den Schwung und
die Aufbruchstimmung der Wirtschaft in
Hochfranken“.
Die unternehmergeführten, von ihren Inhabern geprägten Betriebe
seien die „kreativen Schnellboote der deutschen
Wirtschaft“.
Entscheidungsfreudig
und präzise in der Umsetzung seien sie anderen oft voraus. So habe es Deutsch-
land
erneut zum Exportweltmeister-Titel gebracht. Faltermeier: „Es ist ein
gigantischer Erfolg, im globalen
Wettbewerb derart die Nase vorn zu haben.“
In der Öffentlichkeit werde das oft verkannt: „Ganz klar:
Die Lage ist
besser als die Stimmung.“
Den ersten Mittelstandslöwen überreichte
der Vorstandsvorsitzende der Hofer Sparkasse, Reinhard Gerstner.
Für „Produkt-Innovation“
wurden die Hofer Symphoniker geehrt,
nicht nur, weil sie deutschlandweit
als
herausragende Kultur-Botschafter der Region unterwegs sind und eine
bundesweit einmalige Musikschule betreiben,
sondern auch wegen ihrer immer
wieder
bewiesenen Innovationsfreude. So mit dem Programm „Amadeus rockt“,
bei dem das Orchester,
gemeinsam mit der Band „Radspitz“, Tausende von
Menschen an die klassische Musik
herangeführt
habe. Die künftige Symphoniker-Intendantin
Ingrid Schrader und „Radspitz“-Chef Klaus Pfreundner
nahmen den Preis
hocherfreut entgegen: „Allein, dass wir hier gewinnen konnten, ist schon eine Innovation“,
sagte Schrader.
Den „Start-Up“-Preis für erfolgreiche
Firmen-Neugründungen übergab Vizepräsident Faltermeier.
„Mein Markt ist
die Welt“, habe sich das Oberkotzauer Medizintechnik-Unternehmen IME-DC
selbst-
bewusst
gesagt – und die internationalen Branchenriesen das Fürchten
gelehrt.
Hightech-Geräte in alle Welt
Die Firma, die Faltermeier
zufolge „den Mercedes unter den Blutzucker-Messgeräten“ herstellt, habe
ihre Beleg-
schaft in vier Jahren verdreifacht und liefere ihre Hightech-Geräte
in alle Welt.
Faltermeier: „Selbst die saudische
Königsfamilie gehört
zu ihren Kunden.“ Besonders lobte der Laudator, dass das Unternehmen demnächst
auch die
Produktion nach Hochfranken verlagern wolle.
Geschäftsführer Serif Kamalak und sein
Stellvertreter Jürgen Friedrich nahmen die wertvolle Porzellan-Trophäe
in Empfang. „Der Glaube an unsere Idee hat sich gelohnt“, sagte Kamalak,
der seinem gesamten
Team dankte.
„Wir exportieren jetzt in 35 Länder.
Und wir hoffen, weiter für positive Furore
sorgen zu können.“
Seit vielen Jahren erfolgreiche Firmen
präsentierte der Vorstandschef der Sparkasse Fichtelgebirge, Bernd Würstl,
in der Kategorie „Lebenswerk“. Der Preis ging an Franz H. Leupoldt und
Dr. Laura Krainz-Leupoldt von der Heinrich
Leupoldt KG in Weißenstadt.
So wie „Tempos“ im Sprachgebrauch für Papiertaschentücher stehe, stehe
„Pema“
für Vollkornbrot, sagte Würstl. Das Unter-
nehmen, das nicht nur
den deutschen Markt erobert habe, sondern
in achtzig Länder der Welt
exportiere,
„steht da wie eine Eins“.
Franz H. Leupoldt freute sich – auch
im Namen seiner Frau und der „ganzen hoch motivierten
Mannschaft“ –
über die Ehrung. Sein Festhalten am eisernen Grundsatz, ausschließlich
naturnahe
Rohstoffe von heimischen Äckern zu verwenden, habe sich bewährt.
Der von Frankenpost-Geschäftsführer
Thomas Regge verliehene Leserpreis ging an die Gastronomen-
Familie Pielorz
aus Tröstau und ihr „Schmankerl-Hotel und -Restaurant Bauer“. Dort, sagte
Regge,
wolle das Team „immer noch ein bisschen besser sein, als es der
Gast erwartet“.
Unter den Besten in Bayern
Dieser Einstellung sei zu verdanken,
dass man im aktuellen Michelin-Führer
unter den besten
Restaurants Bayerns geführt werde. Antje Pielorz dankte,
versicherte „Wir werden weiter unser
Bestes geben“ und machte gleich
ein wenig Werbung für ihr Haus.
Sparkassen-Chef Gerstner wird das
gefallen haben. Schon eingangs hatte
er betont: „Diese Region
hat enormes Potenzial. Wir müssen uns nicht verstecken.
Und wir sollten uns nicht verstecken.
“ Denn, so Gerstner weiter: „Ein
Löwe muss brüllen.“
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