05.09.2010
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Eine Erfolgsstory hoch 3

Feier | Gealan Formteile bekommt den größten Auftrag in der Geschichte des Unternehmens. Für Valeo stellen die Oberkotzauer Teile für Klimaanlagen Serie her. Das Umsatzvolumen liegt bei 42 Millionen Euro. Viel Lob geht an das Projektteam.

Von Kerstin Dolde, Frankenpost

Oberkotzau - Gealan Formteile und die Unternehmenstochter CAXsolutions halten alle Trümpfe in der Hand. Als Zulieferer
der Firma Valeo in Bad Rodach hat das Oberkotzauer Werk den bisher größten Auftrag in der Unternehmensgeschichte
abgeschlossen. Für Valeo, einen der führenden Automobilzulieferer, haben die Oberkotzauer bereits in den vergangenen
Jahren in großem Umfang Luftverteilungsgehäuse für Klimaanlagen entwickelt.
 
Am Donnerstag galt es für Gealan und Valeo, eine gemeinsame Erfolgsstory zu feiern: Gealan-Geschäftsführer Gerhard Laubmann erinnerte daran, dass im Dezember von Valeo die Nachricht kam, "dass wir für die Serienbelieferung des Verteilertrakts der Klimaanlage eines deutschen Premiumherstellers nominiert werden". Das sichere 42 Millionen Euro Umsatz in den Jahren 2011 bis 2017. "Das Vertrauen wird uns nicht einfach nur geschenkt, das haben wir uns verdient", betonte der Geschäftsführer und lobte vor allem die bei der Feier anwesenden Mitarbeiter, die sich bereits um das laufende, aber auch um das Folgeprojekt verdient gemacht hatten. "Wir haben ehrgeizige Ziele von Valeo bekommen", erinnerte Laubmann. "Doch diese Aufgaben haben uns weitergebracht." Das größte Lob für eine Firma sei stets das, das er vom
Kunden bekomme.

Nachfolge-Projekt

Und dieses Lob an das Montage-Personal, die Teamleiter, die Kundengruppe, das Projektteam für das Verteilergehäuse und die Bediener und Bedienerinnen der Spritzgieß-Maschinen kam direkt von den Mitgliedern der Valeo-Geschäftsleitung.

Peter Schmidt, Einkaufsdirektor von Valeo
, betonte dabei, die von Gealan und CAXsolutions gezeigte Arbeit sei Grundlage und Empfehlung für das Nachfolgeprojekt. Als im Jahr 2000 die Zusammenarbeit mit den Oberkotzauern gestartet sei, wurden noch relativ einfache Teile angeliefert. Doch schon damals habe die hohe Qualität für Gealan gesprochen. Seit dem Produktionsstart im Jahr 2003/04 wurden 1,9 Millionen Klimaanlagen in Serie hergestellt. Und die Lieferung sei von hoher Qualität. "Von 10 000 Teilen war nur eines schlecht." Dauernde Qualitätsverbesserung sei für Valeo unabdingbar.

Um diese stetige Qualitätsverbesserung zu erzielen, erklärte Schmidt, bedürfe es guten Personals und guter, innovativer Projektteams. "Aber auch eine Geschäftsführung, die bereit ist, zu investieren." Bei Gealan seien alle wichtigen Voraussetzungen vereint.

Im Jahr 2008, erinnerte sich Schmidt, seien beide Unternehmen in eine schwierige Phase gekommen: "Es ging an die Kapazitätsgrenzen. Aber Sie waren in der Lage, das zu meistern." Aus Oberkotzau seien viele technische Verbesserungern und Innovationen gekommen. "Das waren alles keine leichten Aufgaben, aber Sie haben sie gemeistert", lobte Schmidt die versammelten Mitarbeiter.

Der neue Auftrag stelle eine weitere Herausforderung dar. "Wir haben lange diskutiert, aber die Geschäftsführung hat die Herausforderung angenommen." Damit hat Gealan Formteile die Möglichkeit bekommen, aus dem Konzept heraus Vorschläge zur Konstruktion zu machen.

Hohes Knowhow

Gealan habe heute nicht nur in der Produktion, sondern auch in der Konstruktion hohes Knowhow aufgebaut. "Sie machen einen tollen Job und setzen damit die Erfolgsstory fort."

Gealan-Geschäftsführer Thomas Fickenscher setzte dieser Erfolgs-Reihe noch eine dritte Komponente hinzu: Viele Mitarbeiter seien über das Arbeitsamt aus der Arbeitslosigkeit zu Gealan gekommen. Ehemalige Beschäftigte aus der Textil- oder Porzellanindustrie seien es gewesen, die zuerst auf Probe gearbeitet hätten. Bis heute haben sie mit ihren Teams eine Erfolgsstory geschrieben und sichere Arbeitsplätze, "weil sie einen super Job gemacht haben". Fickenscher dankte seinen Mitarbeitern.

Fickenscher dankte aber zugleich der Firma Valeo. "Wir haben Valeo als einen sehr fordernden Kunden kennengelernt, das hat uns weitergebracht", zog der Geschäftführer Bilanz. Und er fügte hinzu: "Es ist für uns außergewöhnlich, dass die Kunden ins Haus kommen, um Danke zu sagen. Etwas Schöneres gibt es nicht!

Quelle:  http://www.frankenpost.de/nachrichten/regional/wirtschaft-fp/art2448,1215285

Einige Impressionen finden Sie in unserer Bildergalerie

 
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